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	<title>Gründüngung Archive - GartenGnom</title>
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	<title>Gründüngung Archive - GartenGnom</title>
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		<title>Düngen und Boden aufbessern</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Pandea]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 06 Aug 2011 21:48:05 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Johan Baptista van Helmont (1580 &#8211; 1644) führte dereinst das berühmte Weiden-Experiment durch, bei dem er einen Weidenschößling unter kontrollierten Bedingungen wachsen ließ. Dabei entdeckte er, dass die Pflanze zwar an Gewicht zulegte, dass aber nur ein sehr geringer Teil der zugelegten Masse aus der Erde entnommen wurde, in der die junge Weide wuchs. Nach [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Johan Baptista van Helmont (1580 &#8211; 1644) führte dereinst das berühmte Weiden-Experiment durch, bei dem er einen Weidenschößling unter kontrollierten Bedingungen wachsen ließ. Dabei entdeckte er, dass die Pflanze zwar an Gewicht zulegte, dass aber nur ein sehr geringer Teil der zugelegten Masse aus der Erde entnommen wurde, in der die junge Weide wuchs. Nach damaligem Wissenstand lag es zwar nahe, dass die Weide zu einem hohen Prozentsatz aus Gießwasser bestehen müsse, heute wissen wir es aber besser: Viele weitere Nährstoffe produzieren Pflanzen durch Photosynthese und absorbieren sie aus der Luft.</p>
<p>Trotz des scheinbar geringem Bedarfs an <a title="Nährstoffe für Pflanzen: Was brauchen Pflanzen zum leben?" href="https://www.gartengnom.live/naehrstoffe-fuer-pflanzen/">Nährstoffen</a> aus dem Boden benötigen Pflanzen diese unbedingt. Je nach Pflanzenart, besteht unterschiedlich viel Nährstoffbedarf. Für viele Pflanzen wie Obstbäume etc. muss man nicht zwingend Düngen auch wenn es keineswegs schaden kann, da für sie der Nährstoffgehalt des Bodens oft ausreicht, bei vielen Kulturpflanzen im Gemüsebeet sollte man den Boden aber mit Nährstoffen anreichern.</p>
<p>Kunstdünger versuchen alle nach wissenschaftlichem Stand benötigten Nährstoffe zur Verfügung zu stellen, doch bekanntlich ist die Wissenschaft auch in diesem Bereich noch relativ ahnungslos. Bisher war alles was uns vom Kunstdünger geblieben ist vergiftetes Wasser und belastete Böden, sowie Pflanzenzüchtungen, die ohne unnatürlich hohe Nährstoffzufuhr nicht überleben können.</p>
<p>Wer gesunde Pflanzen auf gesundem Grund wachsen lassen will, der sollte auf natürliche Düngemittel zurückgreifen. Hier möchten wir nun aufzählen, wie man seinen Garten natürlich düngen kann. Es gibt mehr Öko-Alternativen als man denkt, doch auch hier sollte man wachsam sein:<span id="more-724"></span></p>
<h2>Kompost und Regenwurmhumus</h2>
<p><a title="Komposter und Kompostieren" href="https://www.gartengnom.live/komposter-und-kompostieren/">Kompost</a> ist wohl der beste Dünger und jeder kann ihn leicht selbst herstellen (lassen). Grundsätzlich muss man dazu einfach nur pflanzliche Abfälle auf einen Haufen schütten und abwarten, bis die Bodenlebewesen den Rest erledigen. Wer den Prozess beschleunigen will und auch gerne den Geruch ein wenig eindämmen will, der kann einen Komposter aufstellen. Kompost herzustellen und zu nutzen ist für jeden Gärtner Pflicht, denn diese Form von Recycling schont nicht nur die Umwelt, sondern auch die Geldbörse. Beim Düngen mit dem schwarzen, krümeligen Kompost gilt &#8222;weniger ist mehr&#8220;, denn dieser enthält Nährstoffe in äußerst konzentrierten Form.</p>
<p>Regenwurmhumus ist eigentlich eine Sonderform des Kompost. Bei der Herstellung kommen hauptsächlich Würmer (Kompostwürmer) zum Einsatz. Das Ergebnis ist eigentlich nichts anderes als Wurmkacke &#8211; der sogenannte Regenwurmhumus.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-10936 size-full" src="https://www.gartengnom.live/wp-content/uploads/2011/08/kompost-01.jpg" alt="Kompost ist wohl der beste Dünger und jeder kann ihn leicht selbst herstellen (lassen)." width="800" height="532" srcset="https://www.gartengnom.live/wp-content/uploads/2011/08/kompost-01.jpg 800w, https://www.gartengnom.live/wp-content/uploads/2011/08/kompost-01-614x408.jpg 614w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></p>
<h2>Malzkeim-Dünger</h2>
<p>Dieser Dünger ist frei von tierischen Bestandteilen und unbedenklich für Mensch und Tier. Seit letztem Jahr ist Malzkeim-Dünger bei uns GartenGnomen zum ersten Mal im Einsatz. Der Dünger besteht aus Malzkeimen, Abfälle von der Bierproduktion, und Abfällen von der Zuckerrübe. Er ist geruchlos, ist sehr leicht zu dosieren und enthält sowohl sofort wirksame Nährstoffe sowie eine Langzeitwirkung von ca. 3 Monaten (Stickstoff, Phosphat und Kalium). Malzdünger soll sich besonders positiv auf die Wurzelbildung auswirken.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-10937 size-full" src="https://www.gartengnom.live/wp-content/uploads/2011/08/malzkeimduenger-01.jpg" alt="Dieser Dünger ist frei von tierischen Bestandteilen und unbedenklich für Mensch und Tier." width="800" height="532" srcset="https://www.gartengnom.live/wp-content/uploads/2011/08/malzkeimduenger-01.jpg 800w, https://www.gartengnom.live/wp-content/uploads/2011/08/malzkeimduenger-01-614x408.jpg 614w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></p>
<h2>Hornspäne und Hornmehl</h2>
<p>Hornspäne werden aus zerkleinerten Rinderklauen oder -hörnern hergestellt. Hornspäne und Hornmehl sind organische Stickstoffdünger, die bereits seit Jahrhunderten zum Einsatz kommen. Auf den Boden wirken Hornspäne ph-neutral. Jeder Gärtner muss für sich entscheiden, ob er es mit seinem Gewissen vereinbaren kann, mit Hornspänen zu düngen, denn in dieser Menge stammt der Dünger in den meisten Fällen bestimmt nicht aus ökologischer Viehwirtschaft.</p>
<h2>Gesteinsmehle und Kalkmehle</h2>
<p>Oft wird bestritten, dass Gesteinsmehl (auch Urgesteinsmehl genannt) ein Dünger ist, doch da das Gesteinsmehl den Mineralstoffgehalt des Bodens aufbessert sehen wir es durchaus als Dünger an. Oft werden Gesteinsmehle auch als Bodenverbesserer bezeichnet, da sie den pH Wert des Bodens regulieren und den Boden auflockern.</p>
<p>Es gibt Basalitgesteinsmehl, Dialit-Urgesteinsmehl, Naturgips, Magnesiumkalk und weitere Kalkmehle. Da Gesteinsmehl hauptsächlich aus Silikaten besteht, eignen sie sich ausgezeichnet zum Binden von Stickstoff  als Ammonium NH4.Das schützt den Boden vor Auswaschung. Bitte achtet auf die möglichst regionale Herkunft der Gesteinsmehle, denn es ist alles andere als Umweltfreundlich solche schweren Lasten quer über einen Kontinent zu transportieren, obwohl es so nah genügend Steinbrüche gibt. Zudem kann man bei regionaler Ware davon ausgehen, dass das Gesteinsmehl nicht mit Schadstoffen belastet ist.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-10935 size-full" src="https://www.gartengnom.live/wp-content/uploads/2011/08/gesteinsmehl-01.jpg" alt="Oft wird bestritten, dass Gesteinsmehl (auch Urgesteinsmehl genannt) ein Dünger ist, doch da das Gesteinsmehl den Mineralstoffgehalt des Bodens aufbessert sehen wir es durchaus als Dünger an." width="800" height="532" srcset="https://www.gartengnom.live/wp-content/uploads/2011/08/gesteinsmehl-01.jpg 800w, https://www.gartengnom.live/wp-content/uploads/2011/08/gesteinsmehl-01-614x408.jpg 614w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></p>
<h2>Kaffee und Tee-Reste</h2>
<p>Kaffee- und Tee-Reste sind gute Bodenverbesserer fürs Beet oder den Blumentopf. Idealerweise sammelt man den Kaffeesud in einem kleinen Kübel oder einem anderen Behältnis neben der Kaffeemaschine. Wir haben beispielsweise auch im Büro immer einen Sammelbehälter neben der Kaffeemaschine aufgestellt. So kommt eine ganze Menge Kaffeesatz zusammen. Diesen braucht man nur direkt aufs Beet oder auf die Zimmerpflanzenerde schütteln und leicht einarbeiten. Bitte achtet darauf, keine Kaffeefilter oder Teebeutel auf das Beet zu werfen, da diese nicht immer komplett verrottbar sind. Als alleinige Düngung sind Kaffeesatz und Teereste meist nicht ausreichend, sie stellen aber eine gute und für viele Menschen einfach verfügbare Ressource dar.</p>
<h2>Guano von Seevögeln und Fledermäusen</h2>
<p>Seit dem 19. Jahrhundert kommt Guano als Dünger zum Einsatz. Guano werden die flüssigen Exkremente von Seevögeln wie Kormoranen oder Pinguinen genannt. Auch Fledermaus-Exkremente werden Guano genannt. Alle Formen von Guano stellen wertvollen Dünger dar und dennoch müssen wir GartenGnome von der Verwendung dringend abraten! Kormorane werden beim Brüten gestört, <a title="GUANO, Torf &amp; Co: Auch BIO kann die Umwelt gefährden!" href="https://www.gartengnom.live/guano-torf-bio-kann-die-umwelt-gefaehrden/">Pinguinen wird ihr Lebensraum zerstört</a> und Fledermäuse werden in ihren Höhlen aufgeschreckt. Leider werben viele BIO-Erden mit der Verwendung von Pinguin-Guano &#8211; Bitte lasst die Finger davon.</p>
<p>Fledermäuse gibt es aber auch bei uns und wer ihnen ein Heim spendieren will, der kann einen Fledermauskasten an einer geschützten Stelle aufhängen. Die Fledermäuse werden es mit Insektenvernichtung und kleinen Guano-Spenden danken. Fledermausguano erkennt man übrigens daran, dass aus den Exkrementen oft noch Flügelreste der verspeisten Insekten herausstehen.</p>
<h2>Pflanzenjauchen</h2>
<p>Pflanzenjauchen sind gärende Ansätze von Pflanzenmaterial in Wasser, wie zum Beispiel <a title="Selbstgebrauter Bio-Flüssigdünger" href="https://www.gartengnom.live/bio-fluessigduenger/">Brennnsesseljauche, Komposttee und Beinwelljauche</a>. Dabei kann so mancher Pflanzensud nicht alleine als Düngemittel, sondern auch als Pflanzenschutzmittel aufgespritzt werden.</p>
<h2>Gründüngung</h2>
<p><a title="Gründüngung – die natürliche Bodenkur" href="https://www.gartengnom.live/gruendungung-natuerliche-bodenkur/">Gründüngung</a> bezeichnet das Ausbringen von Pflanzen, die zur Bodenverbesserung beitragen. Das kann man auch noch nach der Ernte machen, um dem Boden eine Auffrischung zu gönnen. Da die Gründüngung wie Lupine, Gelbsenf oder Phacelia nicht geerntet werden, können sie im Gemüsebeet bleiben. Nach dem Winter sind sie sozusagen wieder Bestandteil des Bodens geworden.</p>
<h2>Pferdeäpfel, Kuhmist und anderer Dung</h2>
<p>Tierdung von pflanzenfressenden Säugetieren eignet sich ausgezeichnet als Dünger, auch <a title="Elefantenglück – Düngen mit Elefantendung" href="https://www.gartengnom.live/elefantenglueck-duengen-mit-elefantendung/">Elefantendung</a> aus dem Zoo ist also ein prima Dünger. Nicht jeder hat einen Reithof oder Bauernhof in der Nähe, doch wer die Möglichkeit hat, der sollte sich guten Dung beschaffen. Dabei würden wir empfehlen, möglichst Dung von Tieren zu beziehen, die möglichst gesund sind und nicht mit Antibiotika oder anderen Medikamenten behandelt wurden. Ihr merkt schon &#8211; das ist gar nicht so leicht.</p>
<p>Meistens muss frischer Mist auch zuerst abliegen oder durchkompostieren, damit er nicht mehr so scharf ist und die Pflanzen schädigt. Wer keinen Zugriff auf frischen Mist hat, kann auch Kuhdung und Hühnermist in pelletierter Form im Gartencenter oder im Bauhaus kaufen. Auch hier stellt sich die Herkunftproblematik.</p>
<p>Auch wenn der Kot von Pflanzenfressern als Dünger gut geeignet ist, hat er auch Nachteile. Krankheitserreger und Keime können vom Kot in die Nahrung übergehen. Wenn es sich um Dung aus konventioneller Tierhaltung handelt, so können sich darin auch ausgeschiedene Antibiotika-Reste und sonstige Wirkstoffe finden, die dann ebenfalls von Pflanzen und Bodenlebewesen aufgenommen werden. Wir düngen daher nach Möglichkeit nur noch mit rein pflanzlichem Kompost und verzichten auf Düngemittel tierischer Herkunft.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-10934 size-full" src="https://www.gartengnom.live/wp-content/uploads/2011/08/dung-01.jpg" alt="Tierdung von pflanzenfressenden Säugetieren eignet sich ausgezeichnet als Dünger" width="800" height="532" srcset="https://www.gartengnom.live/wp-content/uploads/2011/08/dung-01.jpg 800w, https://www.gartengnom.live/wp-content/uploads/2011/08/dung-01-614x408.jpg 614w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></p>
<h2>Fertige Naturdünger</h2>
<p>Wer mit seinen hauseigenen Düngern, wie Kompost und Pflanzenjauchen, nicht auskommt, kann auch fertig gemischte Biodünger kaufen. Es gibt einige organische Dünger die ruhigen Gewissens in einem Biogarten verwendet werden können. Die im Handel erhältlichen organischen Dünger / Biodünger werden aus pflanzlichen (Traubenkernmehl, Zuckerrübenresten, Kakaoschalen,) und / oder tierischen Abfallstoffen (Hornspähne, Guano, Hühner- oder Kuhmist) sowie Gesteinsmehl hergestellt. Die enthaltenen Nährstoffe sind großteils noch organisch gebunden und werden erst durch das Bodenleben nach und nach für die Pflanzen verfügbar gemacht. So ist eine langsame, aber dafür angepasste Versorgung sichergestellt. Organische Dünger fördern das Bodenleben und den Humusaufbau.</p>
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		<title>Beet-Zyklus durch Fruchtfolge (Fruchtwechsel)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Pandea]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 01 May 2010 20:50:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Grundlagen und Themen]]></category>
		<category><![CDATA[Fruchtfolge]]></category>
		<category><![CDATA[Fruchtwechsel]]></category>
		<category><![CDATA[Gründüngung]]></category>
		<category><![CDATA[Mittelzehrer]]></category>
		<category><![CDATA[Schwachzehrer]]></category>
		<category><![CDATA[Starkzehrer]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Unter Fruchtfolge versteht man eine zeitliche Aufeinanderfolge mehrerer verschiedener Kulturpflanzen, auf ein und demselben Beet. Stehen Pflanzen jährlich immer an der selben Stelle des Beetes, entziehen diese dem Boden über die Jahre hinweg die gleichen wichtigen Nährstoffe und laugen somit den Boden aus.  In einem &#8222;müden&#8220; Boden haben Krankheiten und Schädlinge, die sich auf gewisse [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.gartengnom.live/beet-zyklus-durch-fruchtfolge-fruchtwechsel/">Beet-Zyklus durch Fruchtfolge (Fruchtwechsel)</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.gartengnom.live">GartenGnom</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Unter <strong>Fruchtfolge </strong>versteht man eine zeitliche Aufeinanderfolge mehrerer verschiedener Kulturpflanzen, auf ein und demselben Beet.</p>
<p>Stehen Pflanzen jährlich immer an der selben Stelle des Beetes, entziehen diese dem Boden über die Jahre hinweg die gleichen wichtigen Nährstoffe und laugen somit den Boden aus.  In einem &#8222;müden&#8220; Boden haben Krankheiten und Schädlinge, die sich auf gewisse Pflanzen spezialisiert haben, leichtes Spiel und breiten sich aus.</p>
<p><strong>Fruchtwechsel </strong>hilft hier, den Boden so zu nutzen, dass er immer ausreichend Nährstoffe für frisches Grün und schmackhafte Ernte bereit hält.</p>
<p><span id="more-264"></span></p>
<h2>Auf was wirkt sich die Fruchtfolge aus?</h2>
<h3>Nährstoffe</h3>
<p><strong>Starkzehrer </strong>sind Pflanzen, die dem Boden große Mengen an Nährstoffen entziehen. Baut man sie im Folgejahr an der selben Stelle ohne zusätzliche Düngung erneut an, laugen sie den Boden weiter aus und finden auch selbst nicht mehr die nötigen Nährstoffe für ein gesundes Wachstum. <strong>Mittelzehrer </strong>dagegen kommen mit den Nährstoffen, die die Starkzehrer über gelassen haben aus. Die wenigen Nährstoffe, die von den Mittelzehrern übrig gelassen werden, sind gerade noch ausreichend für <strong>Schwachzehrer</strong> (<a title="Schwachzehrer, Mittelzehrer und Starkzehrer" href="https://www.gartengnom.live/schwachzehrer-mittelzehrer-starkzehrer/">Mehr zu Stark-, Mittel- und Schwachzehrern</a>).</p>
<p>Wenn man danach im Beet <strong>Gründünungspflanzen </strong>anbaut, erhält der Boden wieder genügend Zeit, sich mit ausreichend Nährstoffen anzureichern.</p>
<h3>Krankheiten</h3>
<p>Durch <strong>bodenbürtige Schaderreger</strong> &#8211; also Erreger die durch den Boden übertragen werden &#8211; ist ein jahrelanger Anbau ihrer Wirtspflanzen an ein und dem selben Ort nicht empfehlenswert. Die wohl bekannteste Fruchtfolgekrankheit ist die <strong>Kohlhernie</strong>, die durch einen bodenbürtigen Pilz hervorgerufen wird. Dieser Pilz kann problemlos einige Jahre im Boden überdauern, auch ohne einen Wirt. Aus diesem Grund ist es empfehlenswert, <strong>Kreuzblütler</strong> in einem großen zeitlichen Abstand anzubauen. Durch eine Fruchtfolge kann man somit Krankheiten eindämmen oder verhindern.</p>
<h3>Schädlinge</h3>
<p>Die bekanntesten Schädlinge bei Monokulturen sind bösartige Nematoden (Fadenwürmer). Diese vermehren sich beim jahrelangen Anbau der gleichen Pflanzen auf ein schädlichen Maß. Nicht zu vergessen ist, dass es auch nützliche Nematoden gibt, die man zB. in der natürlichen Schädlingsbekämpfung einsetzt! Durch Gründüngung mit Ringelblume, Tagetes, Kamille, Borretsch und Sonnenhut kann man die Schädlinge wieder in ihre Schranken weisen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-12469" src="https://www.gartengnom.live/wp-content/uploads/2010/05/fruchtfolge-01.png" alt="" width="928" height="579" srcset="https://www.gartengnom.live/wp-content/uploads/2010/05/fruchtfolge-01.png 928w, https://www.gartengnom.live/wp-content/uploads/2010/05/fruchtfolge-01-654x408.png 654w, https://www.gartengnom.live/wp-content/uploads/2010/05/fruchtfolge-01-400x250.png 400w" sizes="(max-width: 928px) 100vw, 928px" /></p>
<h2>Einteilung der Beete in 4-jährige Fruchtfolge</h2>
<p>Um die <strong>Fruchtfolge </strong>zu planen, teilt man die Anbaufläche beispielsweise in 4 Beete ein.  Die einfachste Möglichkeit einer planbaren Fruchtfolge für den Garten ist der jährliche  Wechsel von Stark-, Mittel- und Schwachzehrern sowie der Gründüngung. Man kann auch eine 3-jährige Fruchtfolge ohne Gründüngung planen &#8211; ich empfehle dennoch die Variante mit Gründüngung.</p>
<p>Für besonders motivierte Biogärtner kann ich auch <a href="../?p=2712">Mischkultur</a> in Kombination mit der <strong>Fruchtfolge </strong>empfehlen!</p>

<table id="tablepress-1" class="tablepress tablepress-id-1">
<thead>
<tr class="row-1">
	<td class="column-1"></td><th class="column-2">1. Jahr</th><th class="column-3">2. Jahr</th><th class="column-4">3. Jahr</th><th class="column-5">4. Jahr</th>
</tr>
</thead>
<tbody class="row-striping row-hover">
<tr class="row-2">
	<td class="column-1">Beet 1</td><td class="column-2">Gründüngung</td><td class="column-3">Starkzehrer</td><td class="column-4">Mittelzehrer</td><td class="column-5">Schwachzehrer</td>
</tr>
<tr class="row-3">
	<td class="column-1">Beet 2</td><td class="column-2">Starkzehrer</td><td class="column-3">Mittelzehrer</td><td class="column-4">Schwachzehrer</td><td class="column-5">Gründüngung</td>
</tr>
<tr class="row-4">
	<td class="column-1">Beet 3</td><td class="column-2">Mittelzehrer</td><td class="column-3">Schwachzehrer</td><td class="column-4">Gründüngung</td><td class="column-5">Starkzehrer</td>
</tr>
<tr class="row-5">
	<td class="column-1">Beet 4</td><td class="column-2">Schwachzehrer</td><td class="column-3">Gründüngung</td><td class="column-4">Starkzehrer</td><td class="column-5">Mittelzehrer</td>
</tr>
</tbody>
</table>
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		<title>Gründüngung &#8211; die natürliche Bodenkur</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Pandea]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 26 Jun 2009 19:08:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Pflanzen und Pilze]]></category>
		<category><![CDATA[Bodenaufbesserung]]></category>
		<category><![CDATA[Bodenkur]]></category>
		<category><![CDATA[Gründüngung]]></category>
		<category><![CDATA[Nährstoffe]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Gründüngung ist eine natürliche Methode im Acker- oder Gartenbau zur Bodenverbesserung. Es handelt sich um eine kurz- oder längerfristige Bodenbegrünung, bei der man nicht beabsichtigt, die ausgesäten Pflanzen zu ernten. Gründüngung wird mit ausgewählten Pflanzen oder Pflanzenmischungen durchgeführt. Manche dieser Pflanzen sind auch äußerst dekorativ, sind also nicht nur ein Genuss für den Boden sondern [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.gartengnom.live/gruendungung-natuerliche-bodenkur/">Gründüngung &#8211; die natürliche Bodenkur</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.gartengnom.live">GartenGnom</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Gründüngung ist eine natürliche Methode im Acker- oder Gartenbau zur Bodenverbesserung. Es handelt sich um eine kurz- oder längerfristige Bodenbegrünung, bei der man nicht beabsichtigt, die ausgesäten Pflanzen zu ernten. Gründüngung wird mit ausgewählten Pflanzen oder Pflanzenmischungen durchgeführt. Manche dieser Pflanzen sind auch äußerst dekorativ, sind also nicht nur ein Genuss für den Boden sondern auch ein Genuss fürs Auge.<span id="more-76"></span></p>
<p>Man unterscheidet zwischen Vorsaat, Untersaat (Zwischensaat) und Wintersaat (Nachsaat).</p>
<h2>Was bewirkt eine Gründüngung?</h2>
<p>Bodenlockerung (z.B.: bei verdichteten Lehmböden), Bodenverbesserung, Beschattung, Bodendurchlüftung, Erusionsschutz, Unkrautunterdrückung, Humusaufbau, Aktivierung des Bodenlebens, Insektennahrung (für Hummeln, Bienen und andere Nützlinge die wichtig für die Bestäubung sind), Nährstoffbindung (Nährstoffe werden nicht ungenutzt ausgewaschen), Nährstoffanreicherung im Boden (z.B.: Stickstoff), Verbesserung der Wasserspeicherung, Ertragserhöhung bei Folgesaat.</p>
<h2>Welche Pflanzen sind geeignet?</h2>
<p>Pflanzen, die nicht winterhart sind, kann man bei später Aussaat über den Winter auf dem Beet stehen lassen, da sie vor der Samenreife abfrieren. Die Pflanzenreste arbeitet man erst im Frühjahr flach in den Boden ein. Einen knappen Monat später kann man das Beet neu bepflanzen.</p>
<h3>Pflanze, Eigenschaft und Saatzeit</h3>
<ul>
<li><strong>Sonnenblumen</strong>: dekorative Blüte, tiefe Wurzeln, bis Ende August</li>
<li><strong>Tagetes (Studentenblume) + Ringelblume</strong>: bei Problemen mit Fadenwürmern, März bis August</li>
<li><strong>Buchweizen</strong>: Bienenweide, liebt Wärme, Mai bis August</li>
<li><strong>Ackerbohne</strong>: Stickstoffsammler , tiefe Wurzeln, bis Anfang August</li>
<li><strong>Gelbsenf</strong>: nicht vor Kohlgewächsen, schnelles Wachstum, Zwischen- oder Spätsaat, April bis Oktober</li>
<li><strong>Phacelia</strong>: Bienenweide, schöne Blüte, Nitratfänger, schnell wachsend, März bis September</li>
<li><strong>Lupine (gelb, weiß, blau)</strong>: Stickstoffsammler, tiefwurzelnd, viel Grünmasse, April bis August</li>
<li><strong>Sommerwicke + Hafer</strong>: Stickstoffsammler, Hafer unterstützt, bis Anfang August</li>
<li><strong>Futtererbst</strong>: Stickstoffsammler, schnell wachsend, April bis August</li>
<li><strong>Perserklee</strong>: Stickstoffsammler, schnell wüchsig, bis Anfang August</li>
<li><strong>Alexandrinerklee</strong>: Stickstoffsammler, bis Anfang August</li>
<li><strong>Borretsch</strong>: durchwurzelt tief den Boden, Bienenweide, ab Mai</li>
<li><strong>Puffbohne</strong>: Stickstoffsammler, Pfahlwurzel, wenn verblüht abschneiden, März bis Mai</li>
</ul>
<p>Winterharte Pflanzen bleiben ebenfalls mindestens bis zum Frühjahr stehen, man kann sie aber länger wachsen lassen wenn man das Beet nicht benötigt.</p>
<ul>
<li><strong>Luzerne</strong>: Stickstoffsammler, Tiefwurzler, mehrjährig , März bis August</li>
<li><strong>Steinklee</strong>: Bienenweide, Stickstoffsammler, durchlüftet den Boden, Vertreibt Mäuse (weißer), März bis August</li>
<li><strong>Inkarnatklee</strong>: viel Grünmasse, Stickstoffsammler, Bienenweide, bis September</li>
<li><strong>Winterroggen</strong>: für feinkrümeligen Boden wegen guter Durchwurzelung, September bis Oktober</li>
<li><strong>Winterwicke</strong>: Stickstoffsammler, Pfalwurzler, August bis September</li>
</ul>
<p>Natürlich muss man die Pflanzen nicht allein aussäen, man kann sie auch mischen z.B.: Hafer, Perserklee, Alexandrinerklee oder man mischt Ringelblume, Tagetes und Phacelia. Auch sehr schön und überaus nützlich ist eine Mischung aus Sonnenblumen, Lupinen und Inkarnatklee.</p>
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